Literatur und mehr von Peter Biro
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Einblick in meine technologische Phantasien

SensaScope (1999 - 2006)

Das in Zusammenarbeit mit der Acutronic Medical AG (Hirzel, Schweiz) entwickelte SensaScope besteht aus einer starren Fiberoptik mit steuerbarer Spitze, auf die der Endobronchialtubus aufgezogen wird. Die S-förmige Biegung der Optik erleichtert das Vorschieben auf die Glottis zu. Distal befindet sich eine 3 cmlange bewegliche Spitze, die vom Handgriff aus steuerbar ist. Hierdurch läßt sich die Blickrichtung den anatomischen Gegebenheiten anpassen, das Navigieren durch die Glottis wird erleichtert. Die Spitze kann entlang der trachealen Achse ausgerichtet werden, wodurch die Bifurkation in Bildmitte sichtbar wird. Der Tubus lässt sich unter Sicht in seine endgültige Position abstreifen.

Biro P, Bättig U, Henderson J, Seifert B.: First clinical experience of tracheal intubation with the SensaScope, a novel steerable semirigid video stylet. In: British Journal of Anaesthesia, 2006; 97: S. 255–261



Biro P, Hofmann Ph, Gage D, Boehler Q, Chautems C, Braun J, Spahn DR, Nelson B. Automated tracheal intubation in an airway manikin using a robotic endoscope. A proof of concept study. Anaesthesia 2020, 75, 881–886

REALITI oder Robotic Endoscope Automated via Laryngeal Imaging for Tracheal Intubation (2016)

Gemeinsam mit Ingenieuren vom Multi-Scale Robotics Lab am Department of Mechanical and Process Engineering der ETH Zürich habe ich REALITI mitentwickelt. Das "I" am Ende des Namens ist gewollt. Dieses Intubationsendoskop findet dank Bilderkennung automatisch den richtigen Weg in die Luftröhre und überträgt den ganzen Vorgang auf ein Videomonitor. An seiner Spitze ist eine Kamera montiert, die nicht nur das Bild laufend auf einen Monitor überträgt, sondern es auch permanent mit gespeicherten Aufnahmen der menschlichen Anatomie im Schlund- und Kehlkopfbereich abgleicht. REALITI wird mit der echten Hand geführt. Es erkennt  die aktuelle Position der Endoskopspitze in Pharynx und Larynx und wendet sich automatisch (oder manuell) in die richtige Richtung. Voraussetzung ist die Einführung und Positionierung eines Laryngoskops mit der linken Hand.

IntuBot (2021 - 2023)

Im Rahmen von aiEndoscopic, einer StartUp-Firma mit ehemaligen ETH-Ingenieuren, war ich am Design und Entwicklung von intuBot beteiligt. Es ist ein Intubationsgerät bestehend aus zwei Komponenten: einem Laryngoskop- und einem Stilett-Teil, welches autonom oder manuell den aufgefädelten Tubus in die Trachea bringt. Mittel künstlicher Intelligenz erkennt das Gerät die vorhandene Anatomie und steuert den Tubus in die richtige Position in der Trachea.

https://healthcare-in-europe.com/de/news/mit-ki-und-robotik-sicherer-intubieren.html


LarynGuide (2024)

Dies ist eine abgespeckte Version des IntuBot, bei dem nur noch der Laryngoskop-Anteil vorhanden ist. Kernstück dieses von aiEndoscopic entwickelten Geräts ist die Software, welche dem Benutzer in Echtzeit Hinweise und Anweisungen gibt, in welche Position das Laryngoskop optimal einzuführen ist. Dies geschieht über Bilderkennung und Interpretation der jeweils aktuellen Stellung des Laryngoslopspatels. Nach bestmöglicher Positionierung des Laryngoskops erfolgt die tracheale Intubation  manuell bis die korrekte Intubation vom Gerät bestätigt wird. Dieses Instrument ist v.a. für ungeübte Anwender eine Hilfe, um die Erfolgswahrscheinlichkeit im ersten Versuch zu erhöhen.